Übungen

  • Spüren der Grundstruktur des Tanzes
    (Gut geeignet um die Grundbewegung des Tanzes zu erleben, ohne über Füße oder Arme nachdenken zu müssen)

    • Man steigt zu zweit in ein Theraband. Der Follower stellt eine Spannung her, so dass er die Bewegungen des Leaders spürt. Der Leader pendelt von rechts nach links, der Follower folgt.
    • Der Leader wechselt zwischen schnellem und langsamem Pendeln zur Musik und der Follower versucht das zu spüren und zu folgen. Evtl. muss das Band stärker gespannt werden.
    • Der Leader erhöht die Spannung um den Follower zu beschleunigen und weicht dann zu Seite aus, um den Follower passieren zu lassen und ihn auf der anderen Seite mit dem Band wieder abzubremsen. Das ganze immer wiederholen, unterbrochen von Pendeln auf der Stelle.
    • Wiederholung der Übung zur Musik: 1. Schritt beschleunigen, 2.-4. Schritt ausweichen, 5-6 Schritt abbremsen – Follower muss Band spannen. Dann 6 Beats pendeln. (Ablauf wie Left-Side-Pass aber ohne Triple Steps und ohne zu erklären, dass das bereits eine West-Coast-Schwing Figur ist.)
    • Das Ganze wiederholen mit neuem Timing „step-step, triple-step, triple-step“.
    • Statt dem Theraband die linke Hand des Leaders die rechte Hand des Followers ergreifen lassen, Übung wiederholen, dabei versuchen, das elastische Gefühl des Therabands zu erhalten.
  • Connection halten beim Tanzen
    • Tanzen mit einem kurzen Stück Seil/Tuch zwischen den gefassten Händen (bei fehlender Connection wird das Seil/ Tuch sofort schlaff). Achtung: Kein elastisches Verbindungselement wie z.B. ein Gummiband verwenden, da man sich so evtl. angewöhnt nicht die Elastizität aus dem Armen und dem Körper zu erreichen sondern die Arme steif lässt und sich auf das Gummiband verlässt.
  • Führen mit dem ganzen Körper und nicht mit den Armen:
    • Etwas unter den Oberarm der Führungshand klemmen. Achtung: Es besteht bei dieser Übung die Gefahr, dass die Elastiztität des Tanzes leidet, da man im normalen Tanzen die Arme bewegt um Spannung zu halten und das so nicht mehr geht. Diese Übung sollte man nur ausführen, um das Problem „Führen mit den Armen“ zu reduzieren, aber nicht als generelle Maßnahme zu Verbesserung der Technik.
  • Visuelle Führung:
    • Auch wenn normalerweise die Führung über die „Connection“ erfolgt ist die Beobachtung der Partners ein wichtiger Aspekt um Signale richtig zu deuten. Als Übung für diese visuelle Führung kann man auch die gewohnten Figuren ohne Anfassen tanzen. Achtung: Es besteht bei dieser Übung die Gefahr, dass die „normale Führung“ leidet. Man kann diese Übung daher auch ganz gut mit Übungen zu „Blind Tanzen“ verbinden um als Gegenpol die visuelle Führung komplett auszuschalten und ausschließlich auf die Connection zu achten.
  • Ruhige Führung / Isolation der eigenen Bewegungen von der Führungshand
    • Eine Münze auf der Führungshand balancieren
    • Ein mit Wasser gefülltes Glas oder eine Tasse beim Tanzen in der Führungshand halten
    • Den Anchorstep mit dem Kühlschrank tanzen: Die Führungshand bei Anchorstep sollte so ruhig bleiben, dass der Kühlschrank geschlossen bleibt, bzw. sich erst bei der 1 öffnet.
  • Balance (insbesondere als Übung zur Verbesserung von Spins):
    • für 30-60 Sekunden Minute auf einem Bein stehen (Fuß komplett mit Ferse und Ballen am Boden)
    • so lange wie möglich mit beiden Beinen auf den Zehenspitzen stehen.
    • so lange wie möglich auf einem Bein auf der Zehenspitze stehen
    • Hinweis: Körperspannung hilft!
  • Beinarbeit:
    • Man legt unter jeden Fuß ein Blatt Küchenpapier / eine Papierserviette und versucht mit Rolling Count so zu tanzen, dass man die Serviette nicht verliert.
  • Flexibilität / Starten mit dem falschen Fuß:
    • Figuren mit dem falschen Fuß beginnen und dann versuchen durch Synkopieren (d.h. Einbauen eines zusätzlichen Schritts oder weglassen eines Schritts oder ersetzen eines Schritts durch ein Point / Tipp) wieder zurück in die normale Beinarbeit zu kommen. Man sollte in der Regel dann „1,2,3&4,5&6“ statt „1&2, 3&4, 5&6“ tanzen. Dadurch kommt man sehr schnell wieder in die gewohnte Beinarbeit. Wichtig ist dabei, dass man die veränderte Beinarbeit in der Führungshand nicht merkt. (Für Übungszwecke kann man einfach in den falschen Fuß kommen, indem mal als Anchor nur ein Schritt-Schritt oder einen Tipp / eine Ronde tanzt.)
  • Beweglichkeit / Styling / Selbstwahrnehmung:
    • Mit geschlossenen Augen vor dem Spiegel eine Pose einnehmen. Sich vorstellen wie die Pose wohl ausschaut, dann die Augen öffnen und vergleichen.
  • Musikalität:
    • Standardfiguren tanzen, dabei immer – egal wo man innerhalb der Figur ist – die musikalische 1 (nicht die 1 der Figur!) durch Heben der Hand / Ausstrecken des Zeigefinger anzeigen.
  • Schritte einfügen oder Weglassen:
    • Eine feste Schrittfolge tanzen, und dabei auf die Musik hören und nicht immer nur auf Up- und Downbeats tanzen, sondern je nach Musik weitere Schritte einfügen oder weglassen (d.h. die Schrittfolge schneller oder langsamer tanzen). Follower startet rechts, Leader links. Die Schritte bilden dabei die Form eines auf der Spitze stehenden Quadrats.
      jazzsquare

Übungssequenz zum freien Tanzen (Dance and Play)

Unlocking the Body:

Ähnliche Übung:

  • Schritt 1: Ein Partner stupst den anderen an irgendeiner Stelle an, der angestupste versucht diesen Impuls immer weiter fortzusetzen, indem die Bewegung bis zum äußersten möglichen verlängert wird, um dann auf andere Körperteile umgeleitet zu werden. (z.B. wenn man den Kopf nicht mehr weiter nach hinten bewegen kann, dann kann man die Brust nach hinten bewegen, dann den Bauch, dann die Hüfte, dann die Beine) Man versucht dabei immer die Bewegung nicht enden zu lassen und den Impuls bei zu behalten (soll flüssig aussehen)
  • Schritt 2: Ein Partner bildet mit den Armen einen festen Rahmen, in dem der andere Partner Connection sucht und sich frei bewegt.
  • Schritt 3: Beide Partner bewegen die Körperteile gemeinsam (wie Schritt 1), während an beliebigen, wechselnden Stellen Connection gehalten wird. Jeder der beiden kann Impulse geben, die der andere versucht mitzumachen. (alles am Platz – laufen nur im Notfall!)
  • Schritt 4: Wie Schritt 3, aber auf Zuruf die freie Bewegung geordnet und ohne Hektik beenden und wieder zu West Coast Swing übergehen.
  • Schritt 5: So lange die Musik läuft West Coast Swing tanzen, sobald die Musik endet, freie Bewegungen ausführen, sobald die Musik wieder beginnt zurück zum West Coast Swing wechseln.

Diese Technik eignet sich gut, um Passagen in der Musik zu vertanzen die komplett aus dem normalen Muster herausfallen, oder auch um das normale Tanzen mit kurzen improvisierten Abschnitten aufzupeppen.

weitere Übung zur Beinarbeit

Langsame Musik:

  • Laufen im Viereck: Start Links Rück, Rechts rück, dann Links Seit, Rechts vor, links vor, Rechts seit.
  • Jeder Schritt dauert einen kompletten 4/4 Takt
  • Nur kleine Schritte (Nur so dass Fuß komplett abgestellt werden kann ohne den anderen Fuß abzuheben)
  • Beim ersten Schritt Fuß bereits komplett absetzen
  • die restlichen 3 Schritte verlagern das Gewicht.
  • Die Bewegung des Körpers muss völlig gleichmäßig, ohne Ruckeln, sein.
  • Der erste Schritt erfühlt die Position, der Rest kommt danach.

Schnellere Musik

  • Wieder laufen im Viereck
  • größere Schritte
  • Über 4 Takte wird der Fuß langsam abgesenkt, während der andere langsam angehoben wird

Reale Figuren

  • Man tanzt zusammen mit dem Partner einfache Grundfiguren wie Sugar Push oder Left Side Pass mit verlangsamtem Timing:
  • die ersten beiden Schritten jeweils einen kompletten Takt (1/4 Geschwindigkeit)
  • die Triple Steps zusammen auf einen Takt ausdehnen (1/2 Geschwindigkeit)
  • den Anchor auch auf 1 Takt ausdehnen (1/2 Geschwindigkeit)

Hier ein Video von Deborah Szekely mit Einzelübungen, ohne Partner, zum Thema Beinarbeit und Synkopierungen:

Hier eine Einzelübung von Debbie Tuttle

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